Rund ums liebe Geld

Währung


Die nepalesische Währung ist die Rupie. Den aktuellen Umrechnungskurs finden Sie hier.


Preise


Nepal gehört zu den wirtschaftlich ärmsten Ländern der Welt. Wer als Gast mit einfachen Unterkünften vorlieb nimmt und sich an den nepalesischen Speiseplan hält, kann die kostenaufwendige Anreise mit einem günstigen Aufenthalt ausgleichen. Auf einer Trekkingtour im Himalayagebiet kann es durch die exponierte Lage und die schwierige Transportsituation von Essen, Materialien und Rohstoffen etwas teuerer sein – im Vergleich zu europäischen Preisen aber immer noch recht preiswert. Beim Einkaufen darf gehandelt werden, realistisch sind Nachlässe um 30 – 40 %.


Wechseln


Da die meisten Touristen ausschließlich mit Fremdwährung in Nepal ankommen, steht gleich zu Beginn der Reise das Wechseln auf der Tagesordnung. Dollar und Euro sind die am weitesten verbreiteten Währungen. Sie werden bar und als Reiseschecks bei allen autorisierten Geldwechslern, besseren Hotels und in einigen Banken in Landeswährung gewechselt. Da Wechselkurse und Gebühren erheblich schwanken, lohnt es sich, vor dem Geldtausch einige Informationen einzuholen. Der offizielle Kurs wird in der Tageszeitung Rising Nepal angegeben. Wer legal (also nicht auf dem Schwarzmarkt, z.B. in Teppichgeschäften) Geld umtauscht, bekommt eine Quittung mit dem entsprechenden Betrag ausgehändigt. Sollte man bei der Abreise über den Flughafen von Kathmandu noch nepalesisches Geld übrig haben, so können 15 Prozent des Betrags dieser Quittungen in harte Währung zurückgetauscht werden. Achtung, beim Wechseln gilt: Nicht nur große Rupienscheine (500er oder 1000er), sondern lieber mehr kleine Scheine (insbesondere 100er und noch kleiner) geben lassen, denn unterwegs kann das Bezahlen mit einem „Tausender“ schnell zu einem Problem werden.


Geld mit der Maestro-Karte


Seit längerem kann man in Kathmandu und Pokhara mit der Maestro-Karte und Geheimnummer an Automaten der SCB Bank Geld abheben. In Kathmandu und Pokhara gibt es an mehreren Stellen Automaten. Einer befindet sich zum Beispiel in der Auffahrt zum Kathmandu Guest House in Thamel. Dort gibt es aber noch mehrere andere. In der Freakstreat-Gegend gibt es einen Automaten am Anfang der Newroad am Kreisverkehr mit der Statue. In Pokhara gibt es Automaten in der Grindlaysbank, aber auch neben dem Snowland. Die Gebühr von 1,75 % soll durch einen besseren Wechselkurs ausgeglichen werden. Auf Trekkingtouren können Sie Maestro-Karten nicht verwenden. Nur selten gibt es in größeren Orten einen funktionsfähigen Automaten. Man sollte sich keineswegs darauf verlassen und lieber genügend Geld mitnehmen.


Kreditkarten


In Kathmandu, Pokhara und den größeren Städten können Sie überall alles eintauschen. Mit Kreditkarte können Sie allerdings nur in den größeren Hotel und den teureren Läden bezahlen. Wenn Sie in einer Bank Geld abheben wollen, kann die Überprüfung unter Umständen recht lange dauern. In Kathmandu und Pokhara kann man auch Geld vom Kreditkartenkonto an Automaten ziehen. Sie brauchen wahrscheinlich ihre Kreditkarten-PIN-Nummer, die ja in Österreich oder Deutschland selten gefragt wird. Auf Trekkingtouren können Sie Kreditkarten nicht verwenden.




Trinkgelder


In Nepal – wie auch bei uns – ist es üblich, Leistungen im Service-Bereich zusätzlich mit Trinkgeld zu entlohnen. Trinkgeld sollte man immer dann geben, wenn man gut bedient wurde. Vor allem Zimmermädchen, Kellner und Träger sind darauf angewiesen. In teuren Hotels in Kathmandu ist oft ein Bedienungszuschlag (Service Charge, rund 10 Prozent) in der Rechnung enthalten, in einfachen Hotels und Lodges ist dies nicht der Fall. Taxifahrern nur bei besonderem Service Trinkgeld geben. Zur Orientierung ein paar Beispiele: Zimmermädchen – ca.50 Rs pro Tag, Kellner – ca. 10 % des Rechnungsbetrages, Kofferträger im Hotel – ca. 30–40 Rs pro Gepäckstück.


Beim Trekking empfiehlt es sich, am Ende des Treks den einzelnen Teammitgliedern ein Trinkgeld zu geben. Dabei ist zu bedenken, dass es innerhalb des Teams eine Hierarchie gibt, die bei gleicher Leistung der Mitglieder zu beachten ist. Guide – Koch – Helfer. Grobe Trinkgeldregel: Sie sollten grob mit Trinkgeldausgaben von ca. 3 bis 5 Euro pro Reisetag pro Reiseteilnehmer rechnen. Das Trinkgeld soll natürlich keinesfalls ein Ersatz für Bezahlung sein, aber es ist einfach im Reiseland so Brauch, dass sich der Kunde nach der gemeinsamen Tour persönlich, bei gutem Verlauf der Reise, mit einem „Geschenk“ (= Trinkgeld) bedankt. Es ist dies eine wichtige, direkte Wertschätzung der Arbeitsleistung des Teams! Diese Trinkgeldleistung ist also ein wichtiges Ritual. Natürlich ist es auch wichtig, sich neben dem Trinkgeld – wenn alles gut verlaufen ist – auch persönlich beim Team zu bedanken.


Bettler


Nepalesische Experten bitten darum, bettelnden Kindern grundsätzlich nichts zu geben, auch keine Stifte, Süßigkeiten und dergleichen. Damit wird eine neue Generation von Bettlern ohne Zukunftsperspektive erzogen. Sinnvoll dagegen ist es, nachhaltig Schulen und Projekte vor Ort zu unterstützen.

„Wäre in Nepal nichts erhalten, außer dem Königsplatz von Bhaktapur, es wäre immer noch eine Reise um den halben Erdball wert, um ihn zu sehen.“

Edward Alexander Powell